Rezension von Gerhard Köbler, in: Zeitschrift für Rechtsageschichte GA 129, 2012
Der 1979 geborene, nach dem Studium von Geschichte und Anglistik in Trier über Juden und Christen in den Kathedralstädten Augsburg, Regensburg, Salzburg und Passau während der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts dissertierende Verfasser legt im Rahmen der Forschungsarbeiten am Trierer Forschungsbereich 600 (Fremdheit und Armut) eine gesonderte Studie über Juden außerhalb des Geldgeschäfts vor und betrachtet dabei Juden in Weinbau bzw. Weinhandel, Juden und herrschaftliche Verwaltungstätigkeit, Juden als Handwerker (Schneider, Fleischer und weitere Tätigkeiten), die Handelstätigkeit und jüdische Ärzte. Er schließt dabei an eine Untersuchung Michael Tochs für das Spätmittelalter an.
Im Ergebnis stellt er eine Vielzahl von Gelegenheiten für Kontakte zwischen Juden und Christen in der von ihm erfassten Zeit in den etwa um Rechnungsbücher oder Bürgerlisten erweiterten Quellen fest und kann dadurch den bisherigen Blickwinkel in interessanter Weise erweitern.