Zitierrichtlinien

Voll- und Kurzzitat

Erstellt am 11.08.2011 Kategorie: Zitierrichtlinien

Im Umgang mit mehrfach zitierten Quellen scheint es generell sinnvoll zu sein, ein Werk genau einmal vollständig und ansonsten ausschließlich in Kurzform zu zitieren. Die Kurzform soll eindeutig und auch aussagekräftig sein. Die vollständige Quellenangabe muss leicht auffindbar sein.

Die mehrfach genannte Quelle ist sinnvollerweise bei dem ersten Auftauchen im Apparat ausführlich, danach mit Verweis hierauf kurz zu zitieren. Der Verweis sieht so aus: »(wie Anm. XY)« oder so ähnlich und kann wohl unter bestimmten Umständen entfallen. Wenn ein Literaturverzeichnis existiert, sind im Apparat ausschließlich Kurzzitate zu verwenden, auch bei der ersten Nennung.

Bei der Kürzung der zitierten Werke gibt es verschiedene Traditionen. In der deutschen, französischen, italienischen Literatur werden Urheber und Kurztitel verwendet, die im alphabetisch sortierten Literaturverzeichnis, bei Aufsätzen durch einen Verweis aufgelöst werden können. Allgemeine Verweise wie »a. a. O.« (= am angegebenen Ort) oder analog in Französisch »op. cit.« sind heute unüblich.

Kurzzitat

13 Jörg R. Müller, Vir religiosus ac strenuus. Albero von Montreuil, Erzbischof von Trier (1132–1152), Trier 2006 (Trierer Historische Forschungen 56), S. 160.
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25 Vgl. Müller, Albero von Montreuil (wie Anm. 13), S. 168.

Die Nennung der Kurzform bei dem vollständigen Zitat im Literaturverzeichnis ist nur dannn erforderlich, wenn keine Eindeutigkeit besteht. Ansonsten ist sie überflüssig.

Die englischsprachige Literatur hat ein formalisiertes Verfahren entwickelt. Es begnügt sich Urheber oder Sachtitel und nennt zusätzlich das Erscheinungsjahr. Hier ist es üblich, auch in Aufsätzen ein Literaturverzeichnis zu verwenden, in denen Werke eines Verfassers chronologisch sortiert werden. Dort wo das Englische als Wissenschaftssprache akzeptiert wird, trifft man diese Ziterweise ebenfalls an.