Verwertungsentgelt

Erstellt am 11.08.2011 Kategorie: Autor bei Kliomedia

Die Bibliotheken, die unsere Bücher verleihen und die Möglichkeit bieten, diese zu kopieren, zahlen hierfür einen Ausgleich, die Bibliothekstantieme. Ebenso bezahlen die Hersteller der Kopier- und Multifunktionsgeräte sowie die der Datenträger eine sog. Kopierabgabe. Bei diesen Zahlungen handelt es sich um das sog. Verwertungsentgelt, das den Verlagen und Autoren als Rechteinhabern als Ausgleich dafür bezahlt wird, dass ihre urheberrechtlich geschützten Inhalte durch Fremde verwertet werden.

Die Verwertungsentgelte werden von ein öffentlich-rechtlichen Körperschaft verteilt, von der VG Wort, die ihren Sitz in München hat. Sie ist direkt mit der GEMA zu vergleichen. Einmal pro Jahr, meistens im Juni, schüttet die VG Wort das, was von den eingenommenen Verwertungsentgelten übrig geblieben ist, an die Berechtigten aus.

Autoren, die mit der VG Wort einen Wahrnehmungsvertrag abschließen, der übrigens sehr unkompliziert ist, erhalten, wenn sie einen Titel melden, eine einmalige Zahlung. Die Verlage erhalten jährlich eine Zahlung für alle als lieferbar gemeldeten Titel. Der Verlagsanteil wird noch dadurch geschmälert, dass Teile davon irgendwelchen Fonds übertragen werden.

Die Meldung einer wissenschaftlichen Buchveröffentlichung bei der VG Wort lohnt sich in jedem Fall, da ein nennenswerter Anteil an den Druckkostenzuschüssen refinanziert werden kann.